Erfahrungen & Bewertungen zu arthax-immobilien.de, Michaela Brinkmann und Mirko Kaminski GbR

Makler werden ist nicht schwer, Makler sein dagegen sehr.

Als Makler wird ein Vermittler von Verträgen bezeichnet. Gesetzliche Grundlage für die Maklertätigkeit bildet das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB § 652 ff.). Ein Immobilienmakler ist Vermittler zwischen Mieter und Vermieter, Käufer und Verkäufer, mit einer Gewerbeerlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung und vermittelt Miet- oder Kaufverträge an Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten.

Keine Dienstleistung ist kostenfrei.

Erst durch die Beauftragung, z.B. den Maklerauftrag, versprechen Vermieter/ Verkäufer oder Mieter/ Käufer dem Immobilienmakler einen Lohn (Provision) oder sie erteilen einen Auftrag mit der Maßgabe, dass nur eine der Parteien Provision bezahlt und die andere davon freigehalten wird. Oft hört man: „Wer bestellt, der bezahlt“, was eigentlich absurd ist, denn den Maklervertrag gehen alle am Hauptvertrag Beteiligten ein.

Die Provision bzw. Courtage ist erst im Erfolgsfall, also bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages, fällig und zahlbar. Bis dahin arbeit der Immobilienmakler auf eigenes Risiko.

Die Maklerprovision ist im höchsten Maße transparent und wird dem Zahlenden schon im Exposé genau ausgewiesen. Eine solche Transparenz ist in der freien Wirtschaft nicht selbstverständlich, denken wir doch einfach mal an unser täglich Brötchen (Herstellungskosten: 0,03 €, Kaufpreis: 0,30 €), den Liter Milch, das Päckchen Kaffee oder den Neuwagen… wie hoch sind wohl hier die Provisionen oder Margen?

Gibt es provisionsfreie Vermittlungen?

Findet ein Verkauf ohne Vermittlung eines Maklers und nur durch den Eigentümer selbst statt, dann ist dieser Verkauf tatsächlich provisionsfrei. Sehr oft bewerben aber auch Makler oder Hausverwalter ihre Objekte als provisionsfrei und bekommen vom Verkäufer trotzdem eine (Innen-)Provision. Dies ist irreführend und falsch. Es darf dann im Exposé nur heißen: „keine Käuferprovision“. Auch ein Bauträger verkauft nicht provisionsfrei. Er muß eine Gewinnmarge kalkulieren und seinen Vertrieb mit Provision bezahlen.

Ortsübliche Maklerprovision beim Kauf einer Immobilie

Für Kaufvertragsvermittlungen kann die Provision, bis zu 6% (Netto) des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer betragen (Brutto: 7,14% inkl. MwSt.). Eine Verteilung der Provision zwischen Verkäufer und Käufer findet im Rahmen der Vertragsfreiheit und Ortsüblichkeit statt. Unter ortsüblicher Provision wiederum versteht man Provisionen, welche von den meisten Maklern, durchschnittlich in einer Region oder einem Bundesland vereinbart werden.

Welche Provisionen sind wo ortsüblich? – Das sagen die Makler Kollegen.

Thorsten Hausmann, Makler: „In Hamburg ist es üblich, dass der Käufer 5,25% + MwSt. (Brutto: 6,25%) bezahlt. Verkäufer zahlen keine Provision.“

Angela Reiner, Maklerin in Berlin: „Bei einem Verkauf von Immobilien zahlt die Courtage von 7,14% (Brutto) in der Regel der Käufer. Die Käufer wissen das und planen diese Kosten beim Kauf mit ein.“

Richard Adner, Makler in Niedersachen: „Bei uns in Braunschweig zahlt der Käufer 5% + MwSt. (5,95%). Verkäufer zahlen keine Courtage.“

Roland Kampmeyer, Makler aus Köln/ Nordrhein-Westfalen: „Verkäufer und Käufer bezahlen jeweils 3% + MwSt. (3,57%).“
Gerhard Ernst Makler aus Köln/ Nordrhein-Westfalen bestätigt dies. „Ausnahmen gibt es bei besonders hochwertigen Immobilien.“
Hakan Citak, ebenfalls Makler aus Köln/ NRW, sagt: „Dadurch, dass bereits für Vermietungen das Bestellerprinzip eingeführt worden ist und davon ausgegangen werden kann, dass das Bestellerprinzip auch auf den Verkauf von Immobilien ausgedehnt werden könnte, zeichnet sich mittlerweile der Trend einer reinen Innenprovision mit 7,14% ab.“

Günther Wagner Makler in Wiesbaden/ Hessen: „Die Maklerprovision von 5,95% des Kaufpreises inkl. MwSt. zahlt der Käufer. Verkäufer zahlen keine weitere Provision.“ – was Andre Zahedi aus Darmstadt/ Hessen genauso bestätigt.
Monika Rösler, Idstein/ Hessen: „In Hessen ist die Käuferprovision überwiegend 5,95 % inkl. MwSt. Zur Zeit kann man durchaus feststellen, dass die Anzahl der „provisionsfreien“ Angebote zunimmt.“

Alexander Endres, Makler in Kempten/ Bayern: „Bei uns im Allgäu sowie den angrenzenden Regionen gelten 3,57% (inkl. MwSt.) für Verkäufer und Käufer als ortsüblich. Allerdings wird aufgrund der erheblichen Vorteile für den Verkäufer und Makler immer mehr dazu übergegangen, ein reines Verkäuferhonorar von 6% zzgl. MwSt. zu vereinbaren, um den Verkäufer voll umfänglich vertreten zu können. Der „Käuferanteil“ wurde natürlich vorher bereits in den Kaufpreis eingepreist. Der Verkäufer profitiert somit ganz klar von höherer, qualifizierterer Nachfrage nach seiner Immobilie, schnellerer Vermittlung und der reinen Vertretung seiner eigenen Interessen.“

Was kostet ein Makler in Hannover?

In Hannover zahlt der Käufer einer Immobilien an den vermittelnden oder nachweisenden Makler eine Provision in Höhe von 5% des Kaufpreises, zuzüglich 19% Mehrwertsteuer (insgesamt 5,95%). Der Verkäufer bezahlt in aller Regel keine Provision, was aus kaufmännischer Sicht vernünftig ist und obendrein dem Käufer noch Steuern spart.+

Würde der Verkäufer eine Provision ganz oder teilweise, nach Abschluss des Kaufvertrages, an den Makler ausbezahlen, wäre diese im (Gesamt-)Kaufpreis inbegriffen (Gesamtkaufpreis der Immobilie = Immobilienkaufpreis + Maklerprovision). Auf diesen Gesamtkaufpreis muß der Käufer dann sogar noch höhere Kaufnebenkosten für Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Gerichtskosten bezahlen. Bei direkter Bezahlung des Maklers durch den Käufer entstehen solche zusätzlichen Kosten auf die Maklerprovision nicht.

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