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Das Ihme Zentrum in Hannover Linden, eine unendliche Geschichte.

Es war mal wieder soweit. Gläubiger, Zwangsverwalter, Medienvertreter, Anwohner und zahlreiche Schaulustige versammelten sich im Großen Saal Nr. 3030 des Amtsgericht Hannover zur Zwangsversteigerung, um vielleicht den weißen Ritter kennen zu lernen, der dem Ihme Zentrum wieder Leben einhauchen soll.

Lage, Lage, Lage..

Hoch über Hannover, mitten an der Ihme, einem Nebenfluss der Leine, erhebt es sich wie eine Trutzburg: Das Ihme Zentrum. Anfang der 70er Jahre im Stile des Brutalismus erbaut, wurde sogar dessen Schöpfer Hanns Adrian dazu verdonnert, auf Lebzeiten dort zu wohnen. Dabei sind Lage und Ausblick gerade bei sehr vielen älteren Wohnungseigentümern sehr beliebt, die sich aber aufgrund der Ungewissheit über die Entwicklung der Anlage große Sorgen machen.

Auf vielen Hundert Metern Länge ist mit dem Ihme Zentrum ein eigener Stadtteil in Hannover Linden Mitte entstanden, der in seinen Anfangsjahren Geschäften aller Art, einer Post, Kindergarten und Ärzten einen sicheren Standort gab. Das Auto war in Tiefgaragen, direkt am Wohnort untergebracht. Mit Fahrstühlen und über Wandelgänge konnten seine Bewohner alles zur Versorgung notwendige bequem zu Fuß erreichen, ohne das Ihme Zentrum verlassen zu müssen. Das Leben hier war autark. Dafür sprach auch die Tatsache, dass die Wohnungen ihren Erholungsfaktor gleich mitbrachten: Große Fensterflächen und somit helle Wohnungen, große Dachterrassen und große Balkone, alles in 1a Wasserlage, direkt an der Ihme.

Doch unter den Hammer kommt nur ein Teil des Ihme Zentrums. Der überwiegende Teil an Gewerbeflächen und Wohnungen wurde von den ursprünglichen Eigentümern Nord- und West LB genau zu dem Zeitpunkt verkauft, als eine Revitalisierung immer notwendiger wurde. Investoren begannen mit der Revitalisierung, bis schließlich Handwerkerrechnungen nicht mehr bezahlt wurden und jetzt eine große Baustelle zurück geblieben ist. Zusammengefasst machen diese Flächen einen Verkehrswert von knapp 50 Mio € aus.

Viel schwieriger als einen neuen Investor zu finden, ist jedoch die rechtliche Situation. Auf dem Weg in den Saal traf ich einen bekannten Fachanwalt für Immobilienrecht, der das größte Problem des Ihme Zentrum darin sieht, dass es von vornherein nicht in viel kleinere, händelbare Eigentümergemeinschaften nach WEG-Recht aufgeteilt wurde, was nun im völligen Chaos endet.

Dabei sind die Wohnungen im Ihme Zentrum nicht nur bei Eigennutzern sehr beliegt. Wie überall in Hannover finden sich für freie Wohnungen sehr schnell neue Mieter. Viele, auch Gewerbekunden, lassen sich für Miete oder Kauf beim Makler ihres Vertrauens vormerken. Also ein ideales Anlageobjekt!

Nachtrag: Ein Investor aus Berlin hat im Februar 2015 die insolventen Gewerbeflächen für 16,5 Mio € ersteigert. Die marode Immobilie soll aufwändig saniert werden. Aufteilung und Weiterverkauf als Teileigentum ist wohl nicht vorgesehen.

Fazit: Das Ihme Zentrum ist eine Immobilie mit super tollem Rundumblick über ganz Hannover und Umgebung, sehr zentral gelegen und kurzen Wegen in die Altstadt. Damals im Stile des Brutalismus erbaut ist sie heute ein Schandfleck, der ganz viel Potenzial bietet.

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